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… nach der aufregenden Zeit der Vorbereitung

… nach der aufregenden Zeit der Vorbereitung

>Eltern erwachsener Kinder

 – auch [oder gerade (?)] in unserem Alter – haben es nicht immer leicht : Sie leiden mit ihnen und lassen mindestens genauso viele Nerven in der Vorbereitung eines neuen Lebensabschnittes ihrer Kinder wie diese selbst. So auch geschehen mit uns seit dem Jahresbeginn ! Seit gestern ist das aber alles Geschichte und die Freude läßt alle Sorgen und Ängste ins Nichts verschwinden ….

Liebe Katja, lieber Martin
( Liebe Anwesenden )

Am Tag der Hochzeit der Kinder wird für gewöhnlich über alles mögliche gesprochen – aber in den seltensten Fällen über die Gefühle und Gedanken der Eltern dieser Kinder. Ich möchte mich hier und jetzt gerade ihnen widmen.

Was bewegt uns ? Wir sind stolz – stolz auf unsere Kinder und darauf, wie sie bisher ihr Leben meisterten. Ganz mächtig !

Und dann schwingt da etwas Wehmut mit. Wehmut, da die schöne Zeit, in der wir ihr Leben regelten, nun wirklich endgültig vorbei ist.

Dieses Gefühl habe ich versucht etwas in Reime zu fassen – die Deutschlehrer unter uns mögen nachsichtig sein !

Darum – Ihr Lieben :


Aus unserm kleinen Hosenmatz
Wurde dieser große Schatz

Martin : Bewahre und behüte ihn
Er ist ein echter Hauptgewinn

Wir als Eltern geben ihn nicht gerne her
Die Trennung fällt uns wirklich schwer

Doch das ist der Eltern Los :
– Ziehn´s Töchterlein mit Liebe groß
– Sind für sie da von früh bis spät
– Ertragen sie in der Pubertät !

Und haben sich kaum erholt von diesem Schreck
Peng – da schnappt sie sich schon einer weg

Doch sei es wie es immer war:
Der, dem sie „Ja“ sagte vorm Altar
Bekommt sie und die Mitgift auch
So ist es ja von jeher Brauch

Ich habe lange überlegt
Was man da so zu geben pflegt

Und hab mir dann gesagt, ich will nicht kleinlich sein
Geht es ums liebe Töchterlein

So verkünde ich dem ganzen Saal :
Ihr zwei, Ihr kriegt mein ganz persönliches Kapital

Mit den Zinsen schon allein
Kann man eigentlich recht zufrieden sein


Doch eins :
Bevor Ihr Euch jetzt überschwänglich und laut bedankt :

Dies Kapital – es liegt auf keiner Bank
Es sichert nicht mal ein Tresor :
Ich hab es rechts vom linken Ohr

Das Leben hat uns Ältere vieles gelehrt
Dies Wissen ist uns darum auch so manches wert

Und jedem von Euch beiden, der es nötig hat
geben wir auch deshalb gerne weiter unseren Rat
Um Euch vor Beulen zu bewahren,
in den noch kommenden verschiedenen Lebenslagen

Doch kränkt es mich (und uns) beileibe nicht
Wenn ihr es – wie so oft – denn besser wisst

Trotzdem : Vertraut und baut darauf in allen Lagen
Im Zweifel ruhig mal die Eltern fragen.

 

Und nun ganz persönlich Euch beiden Liebe, Glück und Spaß

Darauf erhebe ich mein Glas
 

(Ansprache des Brautvaters)

Hispaniola – ein Traum ?

Hispaniola – ein Traum ?

Gestern kam das Erwachen : Landung auf dem Flughafen Tegel !

Der Alltag hatte uns nach 15 Tagen Karibik wieder. Ein Urlaub auf Hispaniola geprägt von einigen Ausflügen in die tropische Natur der Insel, Baden im mindestens 28° C warmen Meer mit allen möglichen Tierarten und letztendlich auch Faulenzen unter einem schützendem Palmenblätterschirm am herrlichen gepflegten Sandstrand der Anlage "VIK Hotel Arena Blanca" in Punta Cana war zu Ende gegangen. Ja, liebe Leute, die Ihr versucht habt, mich auf irgendeinem der üblichen Kommunikationskanäle zu erreichen : Alles abgeschaltet bzw. wurde nicht ausgewertet ! (Selbst Flaschenpost wurde ignoriert – darum gab es dort für mich auch nur Bier vom Faß oder Cocktails !  )

Es war aber auch zu schön : Geführte Exkursionen in die Wildnis und durch Dörfer der Dominikanischen Republik, Spielen mit Delphinen, Schnorcheln mit Ammenhaien und Rochen, Seesternsuche (und -finden) im Meer und dazwischen immer wieder Cocktails am herrlichen Sandstrand (die Poolanlage war mir zu laut) – das war Urlaub, wie ein Bewohner des heuer so kalten Europas es sich wünscht.

Für diejenigen, die ständig an mir rumnörgeln müssen : Ja, ich weiß – eine Urlaubsreise dieser Art ist für einen Normalbundesbürger nur erschwinglich, weil die Leutchen dort für einen Appel und ein halbes Ei arbeiten (deshalb habe ich auch mit den Trinkgeldern nicht gegeizt) ! Aber darf ich nicht auch mal Wasser predigen und Wein trinken ? Oder es wie die von der Masse des deutschen Volkes gewählten, nur ihrem Gewissen verantwortlichen Abgeordneten des Bundestages und Regierungsmitglieder praktizieren : Alle müssen für die Überwindung der Finanzkrise bluten – nur nicht die, die wirklich das Geld haben !

Der Urlaub ist vorbei – die Bundesrepublik hat mich wieder …. und : "Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient !"

Ostervorbereitung

Ostervorbereitung

Wer sich an den Tagebucheintrag von Ostern 2009 erinnert, wird vielleicht die dort veröffentlichten Bilder zur Invasion durch die sich rüpelhaft aufführenden Langohren noch vor Augen haben. Damals habe ich mir geschworen : Das wird anders ! Und so wurde die Aufgabe langfristig angegangen : Zu Jahresbeginn begann die Planung einschließlich der materiellen Vorbereitung und tiefenpsychologischen Bearbeitung der anderen Hausbewohner. Als dann abzusehen war, daß es keine Gegenstimmen geben würde, erledigte ein geschickt eingefädelter Besuch im Zossener Tierheim nach einem Bestechungsessen beim Chinesen den Rest : Spike (sprich : Speiki) wurde entdeckt und für die Aufgabe des Abschreckens ungebetener Besucher engagiert ! Nach einer Woche des Eingewöhnens und der Ausbildung an einer Musterkollektion von Langohren kann man sagen : Er hat sein Revier in Besitz genommen und flüchtet nur noch vor dem Staubsauger auf seinen Hochsitz ! Allen anderen Dingen im Revier tritt er mutig (wenn auch manchmal noch aus einiger Entfernung) entgegen. Wichtig : Keiner dieser Rüpel des vergangenen Jahres hat sich bis zum jetzigen Zeitpunkt blicken lassen !

Spike sei Dank !

Auf den Fotos seht Ihr unsere Kampfmaschine gegen Invasionen aller Art während und nach dem Abschlußtraining.

Mögen die Osterverbrecher ruhig kommen … Wir sind vorbereitet !

… ein weiterer erlebter Nikolaustag

… ein weiterer erlebter Nikolaustag

Draußen regnet es … Irgendwie das richtige Wetter, um sich an diesem zweiten Advent des Jahres 2009 bei einem Glas Glühwein in das kuschlige Arbeitszimmer zurückzuziehen und sentimentalen Gedanken nachzuhängen. Maexchen

… und Mäxchen zuzusehen, der dieser Zeit auf seine ganz eigene Art begegnet …

Ich sichtete gerade mal wieder die Einträge aus meiner Vergangenheit, die sich so bei StayFriends angesammelt haben – schade : Es fehlen mir aus meiner Schulzeit in Pasewalk immer noch ein paar ganz konkrete, mir damals sehr nahestehende Personen. Ob sie wohl dort auf den Schulseiten je erscheinen werden ? Das Medium "Internet" mit seinen Möglichkeiten wird vielleicht bewußt von ihnen nicht genutzt, um sich als noch lebend zu outen. Wer weiß … Vielleicht sind sie aber auch nur durch ihren Alltag gestreßt und haben keine Muße, die stille Ecke mit den brennenden Lichtern für sich wieder zu entdecken ? Mit den Gedanken, die abschweifen in sorglose Jugendzeiten und dann zu den Wünschen reifen, daß es denen, die einem gut taten, auch heute gut gehen möge ?! Das sie damalige Kränkungen und Verletzungen unter den Mantel der Zeit verschwinden lassen – genau wie ich, der sich bemüht, die schönen Augenblicke zu bewahren …

Tja – so ist das : Wer lebt, hat in seinem tiefsten Inneren immer irgendeine Hoffnung ! Und ich lebe …

Heute ist nun Nikolaus und eigentlich steht der Weihnachtsmann schon fast vor der Tür ! Damit ist auch dieses Jahr wieder seinem Ende nah … was mich ziemlich sicher macht, daß ich Euch, Ihr Lieben in Nah und Fern (ob in Berlin, Pasewalk, Schwerin, Rostock, Kamenz, "Dunkeldeutschland", Köln, Twer, den Thüringer Landen, Wjatskije Poljanö und anderswo – Reihenfolge ist keine Wertigkeit ) in diesem Jahr nicht noch mal persönlich auf den Geist gehen kann ! Ich schaffe es ganz einfach zeitlich nicht – schließlich stehen ja bei mir seit über einem Jahr München und Karlsruhe beständig ganz oben auf der Liste meiner liebsten Reiseziele – sie haben Vorrang.

Darum auf diesem Wege (damit erreiche ich nämlich auch die, die ihre Adressen bisher vor mir getarnt haben, aber trotzdem ab und an hier vorbeischauen ) :

Eine ruhige und besinnliche Adventszeit mit einem frohem Weihnachtsfest wünsche ich Euch von ganzem Herzen !

Materielle Geschenke sind wirklich nicht das Wichtigste ! Viel wichtiger ist, daß es Menschen gibt, die an Euch denken und Euch ehrlichen Herzens nur Gutes wünschen !

Kommt gut in das Jahr 2010 …. und es möge für Euch ein glückliches werden !

 

Modell und "in natura" – dazwischen 22 Jahre

Modell und "in natura" – dazwischen 22 Jahre

Es war schon gewaltig – vor 22 Jahren stand ich im Hauptgebäude der Militärakademie in Kalinin in einer Sonderaustellung über die Luftstreitkräfte der damaligen Sowjetunion, die auch einen kosmischen Teil beinhaltete, einem vielleicht 30 cm hohen Modell gegenüber. Hinter vorgehaltener Hand wurde uns erläutert, daß dies eine Nachbildung des sowjetischen Raumgleiters "Buran" wäre – und der würde schon in der Flugerprobung sein !

Heute stand ich ihm in voller Größe in Speyer gegenüber bzw. stand darunter (und auch mal darüber) ! Es war schon beeindruckend – auch wenn es "nur" das Schwesterschiff war, welches nicht bis in den Weltraum gekommen war (es diente der Flugerprobung und dem Test des vollautomatischen Landesystems). –> siehe Link

Die Raumfähre, die aus dem Weltall unbemannt selbständig am 15.11.1988 in Baikonur landete, hatte keine Strahltriebwerke – aber ansonsten entsprach sie voll der hier ausgestellten Maschine. Es ist auch heute noch beeindruckend, wenn man sich das Video dazu ansieht. Wer in den Laderaum blicken will —> hier ist das Foto dazu !

So holt einen die eigene Vergangenheit wieder ein … auch mit dem rechten Bild : Oft genug hatte ich früher auf dem Bildschirm oder auf dem ALMAS-Tableau die Flugstrecken von Maschinen mit diesem Hoheitszeichen beobachtet und für sie und uns alle gehofft, daß sie nicht weiter provozierend in Richtung unserer Staatsgrenze fliegen – nun zum Anfassen in Reichweite meiner Hände ….

Allen Männern einmal (mindestens) im Jahr …

Allen Männern einmal (mindestens) im Jahr …

Er ist da – und wird sicher gut !!!  

Also – allen Geschlechtsgenossen einen herrlichen Männertag : Laßt Euch verwöhnen – Ihr habt es sicher verdient ! Und die, die es nicht verdient haben, fallen sowieso unter die den Männern eigene natürliche Auslese (sprich : Motorradunfall; bei überhöhter Geschwindigkeit Begegnung Brückenpfeiler mit Auto und Mann am Steuer; Kreissäge ohne Fingerschutz und was es noch so an männerspezifischen Bewährungs- und Begegnungsmöglichkeiten gibt ) !

Ein Uralt-Schulkamerad aus meiner Sturm- und Drangzeit würde in seiner nichtnachmachbaren direkten Art jetzt wahrscheinlich Folgendes bemerken : "Ihr feuchten Ausfälle – wo habt Ihr Euer Durchhaltevermögen respektive Stehvermögen gelassen ? Tretet endlich wie Männer in die Pedale !" (bzw. für den letzten Satz ginge auch : "Macht endlich die Flaschen leer, Ihr Flaschen !")

Tja, früher beim Kaiser – da waren Männer noch Männer und wurden als solche noch gefordert ! Heute werden sie schon früh am Morgen durch ihr Umfeld verweichlicht – siehe rechts das Foto ! Keine Jagd mehr auf das seltene Mammut, welches nur in bestimmten Häusern – sprich: Kneipen – noch anzutreffen ist ! Im Gegenteil : Mit allen zur Verfügung stehenden Tricks wird der Mann gegen seine innersten Wünsche und Triebe schon früh am Morgen daran gehindert, das Haus zu verlassen. Dazu wird nicht mal vor der Nutzung irgendwelcher als Medizin getarnter Ko-Tropfen zurückgeschreckt ! Dabei könnte ich mir doch auch andere dazu geeignete Dinge so vorstellen ! (Äh – pfui, war ´ne Abschweifung !)

Männer – laßt Euch nicht entmutigen und durch nichts in Eurem Drang nach Geselligkeit aufhalten !

Euer ist dieser Tag !!!  (muß ja schließlich wieder eine Weile vorhalten  )

Kuckuckseier in der Politik

Kuckuckseier in der Politik

Die Menschen in ländlichen Gebieten hören ihn zuweilen noch, wenn er ruft : Kuckuck – kuckuck – kuckuck – … und beginnen zu zählen …

Er ist ja ein ganz gewitzter Vogel, weil er anderen etwas unterjubelt, welches diese erfreut entgegennehmen und es sogar als eigen anerkennen, tatsächlich aber schadet es ihnen : Das Kuckucksei !

Solche Vögel im übertragenen Sinne sind auch in der Politik anzutreffen – siehe die Nachrichten von gestern —> Link. Da wird einem Teil der Bevölkerung (zu dem jeder Otto-Normalarbeitende auch mal gehören wird ) werbewirksam in der Wahlkampfzeit ein Ei ins Nest gelegt, daß im ersten Moment alle zum Jubeln bringt : Die Rente wird trotz Wirtschaftskrise auch bei sinkendem Lohnniveau nicht gekürzt ! *freu freu* Das mit diesem Gesetz aber ein Einfrieren der Rente in den nächsten Jahren verbunden ist – sogenannte Nullrunden – , ist auf dem Ei nicht vermerkt ! *Sche..e*

Tja – es ist wohl doch schon Wahlkampf ! Und die Regierungsparteien haben die Möglichkeit, Kuckuckseier nicht nur verbal in ihren Wahlkampflosungen zu beschreiben – nein, sie können sie auch legen !

… und alle freuen sich !!!

Die Stasi und das "Waterboarding"

Die Stasi und das "Waterboarding"

Gestern waren die Radio- und Fernsehsender der Bundesrepublik in ihren Hauptnachrichtensendungen auf ein Thema fixiert, welches unisono heute in großer Aufmachung in den mir zugänglichen Printmedien wieder zu finden war :

Der Besuch der Kanzlerin der Bundesrepublik in der zum Museum hergerichteten ehemaligen Haftanstalt des MfS (für meine Leser aus den alten Bundesländern : Ministerium für Staatssicherheit ) in Berlin-Hohenschönhausen. Sie wurde durch den nur bis 1960 (lt. Artikel im "Berliner Kurier" vom heutigen Tag) genutzten Kellertrakt – auch als U-Boot bezeichnet – geführt. Der Filmbericht und die Fotos davon erinnerten mich an Scenen in alten bundesdeutschen Filmen, die im Milieu der 50-er und frühen 60-er Jahre spielten und Haftanstalten zeigten. Scheinbar wurden diese Gefängnisse damals in Ost und West alle irgendwie vom Aussehen her gleich gebaut – nur das im Westen die Türen wahrscheinlich besser geölt waren ! 

In dem Bericht über den Kanzlerinnenbesuch wurde auch darüber geschrieben, daß in den Verhörräumen die Gefangenen stundenlang mit Fragen ausgequetscht wurden. Ja – liebe Leser – das Gute an unserer heutigen Demokratie ist halt – und das sollte sich jeder merken – daß man hierzulande Gefangene nicht stundenlang in Verhören mit Fragen ausquetscht (quält). Wozu auch ? Man macht das mit ihnen anders ! Man zeigt ihnen Folterinstrumente und weist sie darauf hin, daß diese auch eingesetzt werden, wenn sie nicht die gewünschten Aussagen liefern. —> siehe Link –> Ein Vorfall wurde bekannt ! Wie hoch ist da wohl die Dunkelziffer ? Und (in Ergänzung des vorher Geschriebenen) – wenn hier im Land nicht selbst Hand an den Gefangenen gelegt wird, so ermöglicht man aber zumindestens den eigenen Partnern im Geiste, ihn dorthin zu transportieren, wo niemand danach fragt, was mit ihm so alles angestellt wird. —> auch hier siehe Link

Nun kommt meine Frage : Gab es in dem "Unrechtsstaat DDR" solche scheinbar in "Demokratien" durchaus üblichen Foltermethoden, wie das "Waterboarding" oder "anhaltende Fesselung im nackten Zustand, der Einsatz von Hundeleinen und weiblichen Vernehmungsbeamten, brutales Schleudern gegen die Zellenwand, an den Armen an der Decke des Verhörraumes aufgehängt werden " usw. ? —> Das Zitat über die Foltermethoden der USA stammt aus einem Bericht des Roten Kreuz —> hier der Link dazu.

Wenn auf diese Frage ein "ja" – dann verurteilt endlich die konkreten Leute, die das gemacht haben (Warum habt ihr es nicht schon längst getan ? ) – wenn man es schon bei den Amis nicht drauf hat, dann zeigt wenigstens hier, daß das Völkerrecht und die Menschenwürde keine leeren Worthülsen sind !

Wenn auf diese Frage ein "nein" – dann beschäftigt Euch mal langsam etwas intensiver mit dem Dreck in diesem Lande, in dieser Gesellschaft und denen, die solche Dinge politisch zu verantworten haben, anstatt beständig mit dem Finger einen anderen zu suchen, auf den man zeigen kann !

No mei – is denn schoa Woahlkampf ? Oder warum is die DDR wieder aktuell ? 

Ach – ich hätte fast vergessen, daß ich mich wieder darauf einstimmen darf : Das Volk wird mal wieder an der Wahlurne gebraucht – und das sogar zwei Mal in diesem Jahr !  Alles klar, Kanzlerin !

 

Arten, in den Mai zu kommen

Arten, in den Mai zu kommen

Es gibt ja die unterschiedlichsten Arten, in den Wonnemonat Mai hineinzukommen : 

Die einen beginnen das Ritual des ersten Mai mit einem Beschwörungstanz um ein großes Lagerfeuer mit anschließendem Hupfer über selbiges. Vor 30 Jahren wäre das noch was für mich gewesen. Nun ist man aber schon etwas ruhiger und gesitteter geworden und schaut doch gelassener in die Runde – hält sich ab und zu am Bierglas fest und überlegt zum Beispiel, ob der Bayer dort am Grill auch sein Fach versteht – selbst der Hund scheint ja wohl etwas skeptisch zu schauen (Ist übrigens der gleiche Grill, den ich noch im Februar freischaufeln mußte ! ).

  • Andere in dieser Republik schwören auf brennende Autos und eingeschlagene Schaufenster als richtiges Mittel sich in Stimmung für den Sommer zu bringen. Das sind dann meistens die, die den Weg zur Wahlurne bei den entsprechenden Wahlen scheuen und der Meinung sind, die Besitzer der durch sie demolierten Autos und der Läden mit den zerkloppten Fensterscheiben werden zu irgendetwas Neuem bekehrt.

Die mir persönlich angenehmste Art in den Mai zu kommen ist aber, dies in geselliger, fröhlicher Runde zu tun. Und das hat dieses Jahr wieder sehr gut geklappt – auch (oder gerade ) wegen der wie immer tollen Gastfreundschaft in dem Bayrischen Ebersdorf (Ortsteil von Neustadt / b. Coburg) im "Zonenrandgebiet" !  Das ging dann sogar soweit, daß ich mich gegen eine Autowäsche vor der Heimreise nicht mal wehren konnte. Der Satz "Mit so einem dreckigen Wagen kannst Du doch nicht zurückfahren !" war einfach nicht zu entkräften und ich mußte es geschehen lassen …. und nun hat derjenige wieder ein Argument, das lautet ungefähr so : "Die Preußen sind nicht mal in der Lage, ihr Auto auf Vordermann zu bringen ! Alls muß man selber machen !!!"

…. und mich kostet diese Sache – die Preußen dort wieder salonfähig zu machen – garantiert wieder einen Kasten Budweiser Cry

Mut gegen Unmenschlichkeit hat viele Gesichter – kennt aber nur eine Wahrheit

Mut gegen Unmenschlichkeit hat viele Gesichter – kennt aber nur eine Wahrheit

"Juden sind Menschen wie alle anderen" – diese Aussage und das Festhalten an ihr nach der Verhaftung als "Juden-Freundin" 1942 im von deutschen Truppen besetzten Frankreich führte dazu, daß die französische Ärztin Adélaide Hautval die Schrecken der deutschen Konzentrationslager Auschwitz und Ravensbrück selbst am eigenen Leibe erfahren durfte.

Wenn sie meine, Juden wären Menschen wie alle anderen, könne sie ja auch ihr Schicksal teilen ! – Das war die höhnische Mitteilung der deutschen Machthaber im besetzten Frankreich an sie …

Diese Frau gab ihre Menschlichkeit niemals auf und rettete dort menschliches Leben, wo viele diese Eigenschaft (Menschlichkeit) verdrängten. Ein Mitgefangener über sie : "Wenn die SS kam, machte sich jeder kleiner (…) sie , wenn sie mit der SS sprach, wurde immer größer, sie wuchs förmlich vor denen auf."

In der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem wurde ihr ein Gedenkstein gesetzt und ein Baum gepflanzt. Der Staat Israel ehrte sie 1965 mit der "Medaille der Gerechten".

Was für eine Frau – welche eindrucksvollen Ideale und welche menschliche Größe …

(1982 gab Adélaide Hautval die Medaille aus Empörung über das israelisch sanktionierte Massaker an den Palästinensern in den libanesischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatila zurück )

("Medizin gegen die Menschlichkeit" Adélaide Hautvale ISBN 978-3-320-02154-2 )