Wir sind wieder zu Hause und ich sehne mich schon wieder auf Grund des trüben Wetters hier in der Mitteleuropäischen Ecke ganz doll zurück in die Karibik ! Ach, war das wieder eine herrliche Zeit !
Diesmal in einer noch etwas exklusiveren Ecke der Anlage, die wir schon das vierte Mal in Folge heimsuchen.
… und ich könnte schon wieder dahin losfliegen
Dort kann man sich wirklich erholen ! Das Gebiet mit den härteren Plastikliegen und den Strandnachbarn in 2 m Abstand, die der Meinung sind, sie müßten ihre Umgebung mit irgendeinem Radio-Sender beglücken, lag in weiter Ferne. Wir hatten den Strand fast für uns – die paar Spaziergänger alle halbe Stunde waren eine willkommene Abwechslung.
Und zum ersten Mal hatten wir unsere Badewannenente heimlich ohne Paß eingeschmuggelt und konnten exakte Werte zu den Temperaturen feststellen : 31° Lufttemperatur im Schatten und 29° Wassertemperatur im Meer – da fühlte sich nicht nur die Ente wohl !
Dann gab es ja dort auch noch Zusatzeinrichtungen, die den Nichtclubmitgliedern nicht zur Verfügung standen – von uns aber eifrig genutzt wurden !
Diese Zusatzeinrichtungen betrafen nicht nur Dinge der feuchten Art – innerlich und äußerlich. Nein – auch das dortige Clubrestaurant wartete mit einem mittäglichen und abendlichen Menu auf, das sich auch hier in Deutschland nicht zu verstecken bräuchte ! Sie nutzten ihren natürlichen Vorteil – alles ohne Zwischenstationen direkt vom Markt frisch aus dem Meer oder dem tropischen Garten – gnadenlos zu Gunsten der Gäste aus. Mein Favorit wurde "Entenbrust in Kirschsauce mit Maniokpüree" – ein Gericht zum "Reinlegen". Darum geht es jetzt nach dem Urlaub auch schon wieder so los wie im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit : Die Strandfigur (wir wollen mal Gnade von dem geneigtem Leser einfordern und die Figur von vor dem Urlaub so bezeichnen ) ist futsch. Die Bräune ist zwar mehr als genug da – verteilt sich aber über eine zu große Fläche. Ich muß ernsthaft wieder an mir arbeiten ! … und das mit dem Bild der Speisekarte aus dem Club vor dem inneren Auge !
Darum – ich werde wohl nächstes Jahr keinen Urlaub machen – die Qualen hinterher sind immer so groß ….
Es ist immer so eine Sache mit den Jahrestagen : Im Vorfeld sind sie noch weit weg. Man bereitet sich seelisch darauf vor und wenn die Zeit dann gekommen ist, ist man trotzdem innerlich überrascht, wie lange bestimmte, zugrundeliegende Ereignisse doch schon zurückliegen ! Man erkennt: Die Jahre gehen nicht spurlos an einem vorüber. Und gerade darum freut man sich über jede Person aus der Vergangenheit, die man wieder trifft. So war es mal wieder gestern : Ein paar Enthusiasten der ehemaligen Klasse 12c des Abschlußjahrganges 1973 trafen sich anläßlich des Jahrgangstreffens des Pasewalker Gymnasiums zum Klönen und zum geselligen Umtrunk (erschreckend, wie viele von ihnen dem Alkohol bereits abgeschworen haben ! ) im "Historischen U" der Stadt Pasewalk. (Für die mathematisch Unbegabten : 40 Jahre schon raus aus der Penne ! )






Glaubt mir – ich könnte hier noch mehr gute und damit sinnvolle Ratschläge erteilen ! Aber man soll ja nicht alles allen verraten !
Der Herbst im allgemeinen und noch dazu mit diesem wechselhaftem und feuchtem Wetter läßt einen sentimental werden. Oder liegt es an den beiden Daten 31.10. und 01.11. ? Egal – da hilft auch keine Konjacke – sie verschlimmert das nur (Der "alte Mann" aus Mecklenburg, dem man wenigstens noch virtuell abends ab und zu zuprosten konnte, hat auch schon sehr viele Monate nichts von sich hören lassen – er hat doch wohl nicht die Konjacken an den sprichwörtlichen Nagel gehängt ? ). Was soll man da nur machen ? Die Zeit läuft immer schneller … Und immer davon reden, sich nicht unterkriegen zu lassen ? Wer will sich schon unterkriegen lassen ? Aber ein richtiges Rezept, den herbstlichen sentimentalen Gedanken zu begegnen, hat mir auch noch keiner vorweisen können !








