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Monat: Oktober 2011

Herbstimpressionen 2011 (Teil 2) und bestimmte Geister

Herbstimpressionen 2011 (Teil 2) und bestimmte Geister

Herbstliche Impressionen aus dem Blankenfelder ForstWieder hat die Natur ihren Jahresdreh fast beendet. Über das Erwachen mit dem darauffolgendem Grünen und Blühen ging es – im Rückblick doch rasant – in die Gegenwart des "zur Ruhe Kommens". Es ist immer wieder beeindruckend, wie der Herbst mit den Farben spielt – Bilder aus dem Blankenfelder Wald zeigen es. Herbstliche Impressionen aus dem Blankenfelder ForstDie Blätter bilden auf den Wegen eine dichte Schicht und schlurfend werden sie von den Liebhabern dieser Jahreszeit mit den Schuhen zu Hügeln getürmt, um sie gleich darauf wieder mit einem launigen Tritt in alle Richtungen zu zerstreuen. Erinnerungen an Kindertage im Bellinger Tanger werden wach. Da überwogen zwar die Nadelbäume – es gab aber eine Stelle hinter Lemkes mit Buchen und Eichen bewachsen. Als Kind lag ich dort gerne im Laub und beobachtete die Vögel und die vereinzelt an den Bäumen hoch und runter huschenden Eichhörnchen. Ich habe mich immer gefragt, wie sie wohl im Winter unter dem Schnee ihre Vorräte mit den Leckerlies wieder finden werden. Aber die lustigen Kerlchen müssen das Problem wohl auf ihre Weise gelöst haben, denn im nächsten Jahr waren sie wieder da …

Es gibt aber auch andere Eindrücke von dieser Jahreszeit : Kürbisse werden ausgehölt, Kerzen brennen in vielen Fenstern und aus irgendwelchen Ecken kommen sie hervorgekrochen : die Geister der Halloween-Zeit ! Früher waren es ja nur die jungen Vertreter dieser Spezies mit ihren Rufen nach "Süßem" (sonst gibt´s Saures ).  Heutzutage sind sie aber zu Erwachsenen mutiert und lassen sich durch nichts und niemanden von ihrem Tun abbringen. Selbst eingeschlagene Schädel sind kein Hindernisgrund, wie nebenstehendes Bild aus Karlsruhe dokumentiert ! Als Vertreter der doch noch etwas älteren Generation hat man jahrelang gehofft : "Das verwächst sich noch !" Aber wie es scheint – weit gefehlt ! Selbst unserereins flattern ja schon beständig Hexen durch´s Gehirn – Vorsicht, es ist also ansteckend !

Rettung des Euro oder der deutschen Banken ?

Rettung des Euro oder der deutschen Banken ?

Die Welt atmet auf ! Die Welt oder wer besonders ? Barry Ritholtz (Wall Street Ökonom) forderte in seinem Blog : "Wann immer Sie Diskussionen über Rettungspakete hören,  achten Sie darauf, wem tatsächlich geholfen wird. Es sind nicht die Griechen oder sogar die griechische Regierung. Es sind die Kreditgeber Griechenlands – Banken und Versicherungen."

Ein kurzer Abriß der griechischen Entwicklung – nur damit niemand vergißt :

  1. Vor gut einem Jahr war der griechische Staat faktisch pleite. Es gab für ihn nirgends mehr Geld – jedenfalls nicht, ohne dafür untragbar hohe Zinsen zu zahlen. Die Schulden des griechischen Staates bei den Banken – allen voran bei den deutschen und französischen – betrugen mehr als 100.000.000.000 € (in Worten : einhundert Milliarden). Wenn die Staatspleite eingetreten wäre, wäre das Geld für die Banken futsch gewesen !
  2. Just in diesem Moment sprangen der IWF und die Staaten der Eurozone mit einem Kredit an Griechenland in Höhe von 110 Milliarden Euro ein. Damit war wieder Geld zum Begleichen der Zinsen und für Tilgungsraten an Banken und andere private Gläubiger vorhanden. Gleichzeitig schrumpfte durch die verordneten Kürzungsmaßnahmen aber das Bruttoinlandsprodukt Griechenlands stark. Das verschärfte die Situation der griechischen Staatsanleihen noch mehr – sie schmierten förmlich ab. Aber egal : Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Banken schon ein gutes Stück gerettet. Von den mehr als 100 Mrd. € Außenständen waren 39 Mrd. € für die Banken schon gerettet worden. Auch weil die Europäische Zentralbank (EZB) den Banken einen großen Teil der faulen Papiere abgekauft hatte und so schon den Steuerzahler haftbar gemacht hatte.
  3. Aber es fehlte den Banken immer noch was. Darum wurde im Sommer diesen Jahres von den EU-Regierungschefs das nächste Rettungspaket verabschiedet : 109 Mrd. €. Davon gingen 75 Mrd. € direkt zur Stützung der Finanzinstitute und lediglich 34 Mrd. € zur Refinanzierung des griechischen Staates.
  4. Im selben Moment wurde eine Beteiligung der Banken angekündigt – letztendlich ein Schmierentrick zur Verdummung der Steuerzahler. Durch diese finale Rettungsaktion für den Finanzsektor sind die Banken in die Lage versetzt worden, ihre griechischen Ramschanleihen 1:1 in sichere Anleihen z.Bsp. bei der EZB zu tauschen. Das Modell für den Tausch stammt übrigens von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt !
  5. Jetzt denkt man seitens der europäischen Regierungen über eine Pleite Griechenlands nach und beschließt die Halbierung der Schulden. Ist ja egal – die deutschen und französischen Banken trifft es ja nun nicht mehr. Die haben ja keine Forderungen mehr an Griechenland. Und was kümmern die Banken die deutschen und anderen Steuerzahler ….

Tja – so ist das halt. Aber der Bundesbürger als Steuerzahler hat ja ein kurzes Gedächtnis – manchmal auch gar keines …

Zur Architektur der Euro-Zone gibt es hier einige interessante Gedanken. Zum Schluß noch eine Frage : Was ist eigentlich die Aufgabe von Banken ?

 

Herbstimpressionen 2011

Herbstimpressionen 2011

Da ist er wieder ran mit seinen Gelb- und Brauntönen : Es wurde ( nicht ganz unbemerkt ) Herbst ! Und zwar bis jetzt ein goldener – einfach herrlich. Uns lachte am Wochenende auch die Sonne – konkret in Magdeburg – mit der Veranstaltung "Schlager des Jahres" vom MDR. Vorher war ein Wellnessamstag im Magdeburger Hotel "Herrenkrug" angesagt.  Joi – ist das ein Hotelchen ! Piekfein und nobel vom Dach bis zum Kellerswimmingpool (und die Zimmerbar war wohlgefüllt –> siehe links und rechts  ). Dort vergißt man, daß es überall in dieser Bundesrepublik Menschen gibt, die überlegen müssen, ob sie die EinEURO-Münze für das Eis der Kinder in der Woche noch übrig haben. Ich kam mir vor, als ob sie mich in das Berlin der 20er Jahre zurückversetzt hätten – ich lese gerade nochmals Falladas "Wolf unter Wölfen". Dieser bis ins Detail durchgestylte Service im Hotel zum einen – sei es im Wellnessbereich oder an der Hotelbar – zum anderen das Gehabe einiger Gäste ( bei Regen läuft diesen ohne entsprechende Vorsichtsmaßnahme sicher das Wasser zur Nase rein ). Trotzdem war es schön ! Und seien wir mal ehrlich : Wer läßt sich nicht gerne verwöhnen ? Ich auf jeden Fall !!!

Der Tag klang dann nach einem sonnigen Stadtbummel ( Magdeburgs Zentrum kann sich sehen lassen ) in der ehemaligen Bördelandhalle ( jetzt GETEC-Arena ) bei der eingangs erwähnten Veranstaltung aus.  Es war dort wirklich schön : Deutschsprachige Schlager live gesungen. Es gibt halt noch eine Reihe von Künstlern, die das hinbekommen – und dann auch noch nach was aussehen !

Ein schönes Wochenende war es gewesennur Spike gefiel es nicht ! Er nahm bei unserer Rückkehr keine Notiz von uns – wir wurden ganz einfach negiert ! So sind die Kater halt ….