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Monat: November 2006

Zeitgeschehen

Zeitgeschehen

Die Zeitungen unserer Region überschlagen sich – an markanten Straßenkreuzungen stehen großformatige Aufsteller – im Radio vergeht kein Tag ohne irgendeinen Kommentar zu dem für das kommende Wochenende in Halbe geplanten Aktionen von rechts und links. Was ist eigentlich zur Zeit los ? Gibt es für einen Bundesbürger und seine Politiker auf Landes- und Bundesebene keine anderen Themen, als das ständige "an die Wand malen" der Gefahr von rechts ? Wenn sie wenigstens auf die hausgemachten geschichtlichen Ursachen dafür aus der Vergangenheit der Bundesrepublik nach 1945 eingehen würden – aber nein : Über Rufe à la "Haltet den Dieb !" geht keiner hinaus. Es wird nicht ergründet, warum es diesen Dieb gibt ! Mein Eindruck ist im Moment, daß dieses Thema vielen paßt – damit kann man so gut von den anderen großen ungelösten Problemen dieser Gesellschaft ablenken !

Gedanken zum Abschluß des Tages : Welche Bedeutung hat der Begriff Katastrophe ? Hier die Antwort : Eine Katastrophe ist ein entscheidendes, folgenschweres Unglücksereignis.

Und jetzt kommen wir zur Politik : Ich war bisher immer der Meinung (und bin es auch nach wie vor), die Judenverfolgung einschließlich der Ereignisse in der Nacht des 09.11.1938 im faschistischen Deutschland waren eines der größten und schlimmsten Verbrechen in der deutschen Geschichte ! Aber mein Ministerpräsident Mathias Platzeck findet andere Worte dafür : Es war "die größte Katastrophe in der deutschen Geschichte"siehe Link. Und nun, liebe Mitbürger, sagt mir mal bitte : Kann jemand etwas für Katastrophen ? – siehe Begriffserläuterung oben !

Und hat da wirklich noch jemand Fragen zu rechts bei dieser niedlichen, verharmlosenden und entschuldigenden  Ausdrucksweise eines Ministerpräsidenten zu diesen damaligen Verbrechen ?

Gute Nacht, Deutschland !

9. November

9. November

Der deutsche Michel ist schon ein Clown ! Da begegnet mir doch heute auf der ersten Seite meines morgendlichen Revolverblattes folgende großformatige Schlagzeile : "17 Jahre nach dem Mauerfall – die Schlange der Schande : 1779 arme Berliner Familien müssen hier für Lebensmittel-Almosen anstehen !" Und auf der Seite 3 findet man eine kurze Notiz, aus der hervorgeht, daß die Bundestagsvizechefin Katrin Göring-Eckardt von den Grünen einen stärkeren Beitrag der Reichen zur Bekämpfung der Armut anmahnt : "Reichtum muß dem Gemeinwohl dienen."

Zu der ersten Sache mit der Schlange gibt es nicht allzuviel zu sagen : Der normale Kapitalismus ! Wer hat sich denn vor 17 Jahren eingebildet, er braucht ihn unbedingt ? Ist zum Schluß nur noch mit dieser Forderung auf die Straße und am 19. März 1990 an die Wahlurne gegangen ? Stellen wir doch mal die Frage so und hören wir uns an, was diejenigen dazu zu sagen haben ! Bei den meisten kommt nur raus : Ja so haben wir uns das nicht vorgestellt ! Ja, liebe Leutchen – wie dann ? Das Ihr alle Millionäre werdet und nur noch auf Mallorca in der Sonne Bananen eßt ? So blöd es auch klingt : Die Masse hat die Bananen haben wollen und obige Schlange kostenfrei dazu bekommen. Aber das war ja vorher abzusehen (zumindestens für die, die in der Schule etwas aufgepaßt haben) !

Zu der zweiten Sache : Ich weiß nicht – ehrlich gesagt – ob ich über die Weltfremdheit dieser grünen Dame lachen oder weinen soll. Das erinnert mich stark an die Utopien der Sozialisten um Robert Owen, die allgemeine Liebe und Brüderlichkeit predigten und das war´s von ihnen dann auch schon … Eigentlich sollte doch die Beachtung der 10 christlichen Gebote schon ausreichen – warum haben sie denn über die tausenden von Jahren die Welt nicht verbessert ? Nu jlaubt so eene Jrüne, det se det Ei von de Kolumbus jefunden hat ! Sind wir mal gespannt, welcher Reiche teilt – ich meine nicht den Krümel, den er zu irgendeiner Spendengala fallen läßt, um sich mediengerecht in Szene zu setzen ! Ich rede hier von teilen !

PS : Nachtrag – Markus Wolf ist verstorben ! Eine selbst von seinen Feinden geachtete Persönlichkeit.

Abwesenheit und deren Auswirkungen

Abwesenheit und deren Auswirkungen

Er lichtet sich nur ganz zaghaft : der Postberg ! (Kann sich ein Berg eigentlich lichten ? – Irgendwie muß ich wohl noch an meinem Ausdruck etwas feilen – ein Glück, daß der Reich-Ranitzki hier bestimmt nicht mitliest ) Mein Problem bei diesem Posthügelchen sind noch nicht mal die Mails an sich – nein, die Anhänge machen mir zu schaffen ! Sie wollen ja verarbeitet und gegebenenfalls veröffentlicht werden ! Und ich hinke meilenweit hinterher … Einmal Afrika und schon Rückstände im häuslichen Bereichaber auch andere glänzen durch Abwesenheit bzw. arge Verspätung –> siehe eins tiefer

Blankenfelde – mein Dörfchen – hat ja nun auch wieder seinen Rechtsruck erlebt : Eine als Familienfeier getarnte Veranstaltung am Samstag in unserer schönen "Eiche" (da, wo ich kommenden Samstag die obligatorische Martinsgans mit Rotkraut und Klößen vertilgen will) – flog auf – die Polizei brauchte nach Alarmierung 45 Minuten um vor Ort präsent zu sein. Starke Leistung unserer Beschützer ! – wir sind hier übrigens runde 25 km von der Landeshauptstadt entfernt – also tiefste Provinz !!!

Zur Ablenkung : Ich fand heute in der Post eine nachdenkenswerte Einteilung der Befindlichkeiten vieler Ostdeutscher :

Hier die Aussage des Schreibers (das Folgende stammt leider nicht von mir – find ich aber gut)

Täglich erlebe ich drei Gruppen (so schreibt er) :

  • Die Hoffenden : Sie sitzen zu Hause, schimpfen auf alles und warten auf die Weltrevolution.
  • Die Traurigen : Sie nehmen mehr oder weniger aktiv am heutigen Leben teil, für sie sind aber ihre Welt, ihr Staat, ihre Armee im Nebel der Geschichte untergegangen.
  • Die Macher : Sie können etwas, glauben an sich, bewegen etwas egal unter welchen Bedingungen, haben ihren Einfluss und ihren Platz nach der Wende erobert und denken : Die schaffen uns nicht.

So – nun aber husch, husch ins Körbchen. Ich brauche für die Schönheit meinen Schlaf – die blöde Uhrenumstellerei liegt mir immer noch in den Knochen !

Die Dunkelheit gibtÝs überall

Die Dunkelheit gibtÝs überall

Wie haben sich hier im Land vor einiger Zeit die Medien im Fingerzeigen gegenseitig übertroffen ! Und alle diese Finger waren auf Nordamerika gerichtet – mit der Information : Ihr nachlässigen Amerikaner ! Da bricht Euer Energieversorgungssystem wegen Investitionsversäumnissen zusammen – Ihr habt jahrzehntelang gegammelt – bei uns kann das nicht passieren ! Und was war gestern ? Kurz nach 22 Uhr gingen in Teilen des europäischen Kontinents bis Nordafrika die Lichter aus. Rund zehn Millionen Menschen saßen europaweit im Dunkeln, weil einige "Spezialisten" die Auswirkung der Abschaltung einer 400 kV-Hochspannungsleitung falsch beurteilten !

Euch bedingungslosen Technikanbetern sei gesagt : Es gibt keine 100 %ig funktionierenden technischen Anlagen – das Eintreten der Superkatastrophe ist nur eine Frage der Zeit ! Sie kommt – so wahr wie das Amen in der Kirche !

Ich bin kein Weltuntergangspredigernur dieser Glaube in die Unfehlbarkeit der Technik wird noch großen Schaden anrichten – das kann man sogar mathematisch (wissenschaftlich) in Zahlen fassen !

Der, der blindlings glaubt, sieht die Gefahr nicht ! Und von diesen Gläubigen ohne Wissen haben wir ja hier überall mehr als genug herumzulaufen – in sehr vielen Bereichen !

Relaxen und der morgige Freitag

Relaxen und der morgige Freitag

Das ist ein Wetterchen da draußen : -1 Grad und Sonnenschein – eigentlich genau richtig, um sich an der frischen Luft zu bewegen. Aber ich habe keine Fluchtmöglichkeit nach draußen —> siehe gestern !

Und wenn ich mir die folgenden Zeilen aus dem 100-jährigen Kalender den November betreffend so anschaue, rufen sie auch gemischte Gefühle bei mir hervor :

Mit angenehmen Sonnenscheintagen beginnt der November. Die Sonne hat allerdings nicht die Kraft zu wärmen. Ab dem 10. kommt Nebel und kalter Regen zu uns. Ende des Monats beginnt der Winter mit richtig viel Schnee und nur mäßiger Kälte.

Bauernregel : Viel Regen im November, viel Wind im Dezember.

Nach diesem Ausblick auf den Monat sollte mein Belling / Pasewalk – Trip am Samstag ja im Sonnenschein stattfinden und ich meine mittägliche Runde durch Pasewalk genießen können ! Hoffentlich ! Ich werd die Erholung brauchen – ab morgen bin ich wieder auf der Arbeit (da ist die heile lange Urlaubswelt dann zusammengebrochen und das normale Leben hat mich wieder) !!!

Realität eines Nochurlaubers

Realität eines Nochurlaubers

Die Gedanken sind noch in Afrika ! Der pure (positive) Wahnsinn – wenn es so etwas geben sollte, dann war´s diese Zeit dort gewesen ! Ich komme im Moment geistig immer noch nicht von dem dort Erlebtem los – es war einfach grandios ! Die Landschaft (dort stand ja wohl irgendwo in der Savanne die Wiege der Menschheit) ist beeindruckend – über die Tierwelt brauche ich hier kein Wort zu verlieren : Kenia hat alles, was es in Afrika gibt ! Und die Menschen : freundlich, höflich und immer mit einem Lachen im Gesicht – einfach liebenswert (sogar diejenigen, die einem am Strand beim Spazieren penetrant hinterher waren, um ihre Angebote zu verkaufen) !

Aber – das liegt rund 6400 km weiter südlich ! Wie war das doch noch am Pool in der anderen Welt ….

(Das ist übrigens mein Zuprosten aus Kenia einem Geburtstagskind in Deutschland, welches am 18.10. seinen Ehrentag beging ! Ich habe daran gedacht ! Vielleicht macht selbiges ja mal so laut "Piep", daß ich es auch in Blankenfelde höre ? )

Hier in Deutschland sieht es für den heimgekehrten Noch-Urlauber wieder anders aus : Großreinemachen (früher, in einem anderen Leben hieß das "Winterumstellung") – und alle der Familie müssen mitmachen ! Also auch ich – es ist zum Verrücktwerden !

Brrr… ! Die Realität hat mich wieder ….