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Monat: November 2006

Kaufrausch

Kaufrausch

Der gestrige Einkaufstag der Familie brachte ein für mich überraschendes Ergebnis : Kaum Leute in dem Einkaufszentrum ! Schon auf dem Parkplatz fiel mir die gähnende Leere auf – dann im real-Markt gelangweilte Kassiererinnen, die über die Abwechslung durch uns hoch erfreut waren. Entweder die fehlenden Käufer sind Berliner, die ihr Geld zu Dussmann tragen (weil sie ja so gerne nachts einkaufen ) oder die Leute hatten gestern kein Geld ! Na da hoffe ich doch für den Handel, daß sich bei dem einen oder anderem Berliner noch Geldquellen auftun, damit sie den in sie gesetzen hohen Erwartungen bezüglich Umsatzvolumen auch gerecht werden können. Sonst müssen die Handelsketten ihre Preise noch schneller nach oben treiben, damit mehr Geld reinkommt und sie ihre Aktionäre befriedigen können !

Mir persönlich ist der Appetit auf bestimmte Stollensorten nach einem Blick auf das Preisschild vergangen. Ich war sowas von überrascht, ein altes Preisschild aus DM-Zeiten wiedergefunden zu haben – nur die Währungseinheit war geändert worden !

So – denken wir an was Schöneres : Noch mal vor Weihnachten über einen Weihnachtsmarkt spazieren und die Düfte riechen (natürlich auch den einen oder anderen Glühwein trinken ) – das wäre schön ! Vielleicht ergibt sich ja noch eine Gelegenheit im Dezember !

Adventsvorbereitungen

Adventsvorbereitungen

Endlich ist es wieder so weit : Die Adventszeit ist gekommen ! Früher – als Kind in Belling – hatten wir einen Wohnstubenofen, der eine Backröhre in der oberen Hälfte enthielt. Sie diente zum Anwärmen der Kastanienbeutel fürs Bett genauso wie zum Warmhalten des Mittagessen. Die verchromten Türen daran hatten verstellbare Lüftungsschlitze – wenn der Duft der Bratäpfel abends durch das Zimmer zog und ich mit einem Buch am Tisch saß (Sesselecke gab es bei uns nicht), meine Mutter noch an der Nähmaschine arbeitete, die Fenster Eisblumen hatten – ja dann war es so weit ! Man kann sich stellenweise in der heutigen Zeit nicht mehr vorstellen, wie das Leben ohne Fernseher, Telefon, Kühlschrank und Waschmaschine zu packen war. Aber glaubt mir : Die Leute haben ruhiger gelebt – nicht ohne Sorgen – aber ruhiger ! Weihnachten mit der Adventszeit ging nicht im Konsumrausch unter ! Die Nachbarn kannten einander noch – nahmen aufeinander aktiv Rücksicht – und vor allem : Man half sich und man wußte ob der Sorgen und Nöte – aber auch der Freuden – der anderen !

Das war damals …. Und heute ? Adventszeit ist die Zeit des Weihnachtsputzes und des Kaufrausches. Zu ersterem : Plötzlich sind sie wieder da : Die Gnome und Elfen, die Engel. Sitzen an allen möglichen und unmöglichen Stellen der Wohnung und des Hauses – freunden sich sogar mit der Technik an – beobachten alles und machen sich sicher ihre eigenen Gedanken zur Geschäftigkeit und Hast der Menschen der Gegenwart in dieser doch von der Natur her ruhigeren Jahreszeit !

Wahrscheinlich sagt sich hier unser kleiner Gnom auf dem Klimagerät : Lassen wir sie doch hasten und Unruhe stiften. Früher oder später erkennt jeder, daß es mehr auf der Welt gibt als das Geldraffen !

Also Leute – nutzt die Zeit und tut denen, die zu Euern Liebsten zählen, etwas Gutes ! Einmal sind sie für immer fort und dann könnt Ihr machen was Ihr wollt : Ihr erreicht sie nicht mehr !

(Freizeit)Sportler und ihre Triebfedern

(Freizeit)Sportler und ihre Triebfedern

Ich bin von meiner Laufrunde zurück. Es ist irgendwie unwirklich : Wenn ich mir das Datum betrachte und an den Lauf zurückdenke – strahlender Sonnenschein, gefühlte Temperatur bei Windstille so um die 16 Grad – so erinnert mich das an Tage im April / Mai. Es hat richtig Spaß gemacht und mir einige Glückshormone am Ende des Laufes beschert. Unterwegs begegneten mir viele, die dieses Wetter genauso wie ich nutzen wollten. Uns eint mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Einstellung zu der Sache : Spaß an der Freude !

Wenn ich dagegen an die gestrige Abendveranstaltung zurück denke : Kollege Schulz hätte es lieber sollen sein lassen ! Es nützt halt nichts, nur auf das Geld zu schielen und nicht boxen zu können. Man muß letzteres wenigstens ansatzweise nachweisen, wenn man nicht als einer dastehen will, der den Mund – gelinde gesagt – nur sehr voll nimmt ! Ohne den Kampf wäre er als ein mehrmals um den Weltmeistertitel betrogener doch erstklassiger Boxer in Erinnerung geblieben – jetzt ist er nur noch ein Verlierer, der hinter dem Geld her ist !

Ein Glück, daß es diesmal während des Boxkampfes keine Hasseröder Werbung gegeben hat – da hätte ich auch noch das Bier mit gemischten Gefühlen getrunken !

Bleiben wir also bei unserem Freizeitsport mit den Glückshormonen – da blamiert man sich nicht vor dem Umfeld !

Bierkenner – wenn auch nur werdende :-)

Bierkenner – wenn auch nur werdende :-)

Gestern war ich mal wieder – wie jeden Freitag – im Getränkemarkt und holte die Wochenration an Wasser (in den verschiedensten Abpackungen und mit den unterschiedlichsten Beimischungen).

Vor ein paar Wochenund weil ich doch von dem Wahlbayer Peter Habermann in Neustadt ob meiner Unwissenheit auf diesem Gebiet immer belächelt werde – faßte ich den Entschluß : Ich bilde mich auf dem Gebiet des Biertrinkens weiter (ich meine die Biersorten und nicht das Saufen) ! Den Anstoß dazu gab eigentlich damals schon die Gartenfeier im September bei Marion : Die anwesenden Herren unterhielten sich über alle möglichen Biersorten und ich – null Ahnung ! Also gibt´s bei Familie Günther seit dem Urlaub jede Woche eine andere Biersorte. Die Tschechenbiere aus unserem Getränkemarkt sind wir durch – hab da viele alte Bekannte in den Kästen vom oben erwähnten Peter getroffen ! Oi – insgesamt muß ich sagen : Die waren irgendwie stärker als die mir bisher bekannten deutschen Sorten.

Gestern kaufte ich nun Hasseröder ! Zuerst aus dem Grund : Heute abend ist der Boxkampf von dem Schulz und ich wollte der zu erwartenden Werbung entsprechend das richtige Bier haben.

Als ich nach dem Einkauf nach Hause fuhr, ging mir noch etwas anderes dazu durch den Kopf : Vor 33 Jahren – konkret am 29.08.1973 – lernte ich einen Menschen kennen, der beständig von dieser Biersorte schwärmte. Jörg Jopp – so hieß er – war ein mir für immer im Gedächtnis bleibender Studienkollege. Er war zum Beispiel der Einzige, der einen frisch gespritzten NVA-Stahlhelm mit einer Hand von der nach oben zeigenden konkaven Seite anfassend ohne Mühe anheben konnte ! Und : Er war drei Jahre ein Freunddann verloren wir uns aus den Augen ! 1987 erfuhr ich von seinem tragischem Tod !

Jörg – alter Freund – auf Dein Andenken trinke ich eines dieser Hasseröder !

Die Kleinen hängt man, die Groîen …

Die Kleinen hängt man, die Groîen …

Eigentlich war es in unserem "Rechtsstaat" zu erwartenoder gibt es wirklich jemanden, der geglaubt hat, daß es je zu einer Verurteilung (egal ob auf Bewährung oder nicht) der ehemaligen Mannesmann-Vorstände kommen würde ?

Schon vor einiger Zeit kam in einem Gespräch mit Bekannten die Rede auf die Millionensummen, die sich die paar Vorstände und andere Entscheidungsträger des damals noch existierenden Mannesman-Konzerns ganz offiziell in Richtung ihres eigenen Bankkontos über den Tisch gereicht hatten.

Meine Meinung damals : Sorgt Euch nicht – die dürfen das ! Das entspricht dem Rechtssystem der Bundesrepublik Deutschland ! Und Kinnings – ich hab recht behalten : Eine Banane klauen ist ein Frevel und wird geahndet – sich Millionen vom Firmengeld in die eigene Tasche überweisen ist rechtens (wenn man seine Steuererklärung ordentlich macht) und auch noch clevere Anwälte bezahlen kann !!!!

Ja – ja, liebe Leser : Immer der, dem der Staat gehört – der das Sagen hat – dessen Gesetze sind auch wirksam ! Det war schon beim ollen Fritzen so und is ooch so bei Anjelan !

…. die Masse hat das gewählt. Also nicht jammern und weiter daran glauben, daß Ihr die Politik bestimmt !!

Daumen und andere Extremitäten oder heiît das Extremfälle ?

Daumen und andere Extremitäten oder heiît das Extremfälle ?

Ihr dummen Amis : Daumen und noch andere Finger für Euch ! Sie versuchen es weiter mit ihrem schwachsinnigem Spam – aber es wird in der Ansicht nicht berücksichtigt und läuft also ins Leere ! Die erste Abwehrmaßnahme funktioniert also ordentlich – schaun wir die nächste Zeit mal, was noch machbar ist.

In der Firma war es heute auch interessant : Es kam das Angebot seitens eines externen Dienstleisters für 8 (in Worten : acht) Stunden Consulting vor Ort durch eine Person auf dem Spezialgebiet Exchange 2003 : mit der dort veranschlagten Summe müssen Leute ein Vierteljahr ihren Lebensunterhalt bestreiten – wenn sie noch Pech haben mit der ganzen Familie ! Joi – joivielleicht sollte ich meine Kenntnisse auf diesem Gebiet auch besser vermarkten ?!

Stichwort Lebensunterhalt : 345 € (im Wessiland) sind genug zum Leben für einen Hartz IV – Empfänger – das wurde heute Seitens des Bundessozialgerichts bestätigt. Und da kann ich noch nicht mal sagen : Selbst schuld – ihr habt sie doch aktiv gewählt, diese Regierung ! Nee – die Masse dieser bedauernswerten Menschen geht ja nicht mal mehr zur Wahl, um was dagegen zu tun ! (Übrigens : Die Vizepräsidentin des Bundessozialgerichtes, Frau Ruth Wetzel-Steinwedel bekommt jeden Monat rund 8000 (in Worten : achttausend) Euro ohne Zulagen auf ihr Konto überwiesen !!! (Na gut – Ihr habt ja recht – sie hat natürlich auch andere Ansprüche an das Leben ! )

Wie drückte die gegenwärtige Lage heute einer aus : Früher war das Leben einfach – wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es auch dem Volk gut. Heute ist das anders : Die Wirtschaft boomt wie wild – die Gewinne schießen in sagenhafte Höhen ! Aber vom Unternehmertisch fallen immer weniger Krümel für das gemeine Volk herunter !

Und die Dummköpfe hier unten sind auch noch der Meinung, dies sei Gott gewollt so ! Wie einfältig darf eigentlich jemand sein, ohne daß es zur Krankheit erklärt wird ?

Testballon

Testballon

Da haben die Dummköpfe aus den USAdem Land der unbegrenzten Geldgier – mich gestern abend echt noch geärgert : Innerhalb von zwei Stunden schaufelten sie automatisiert per Script knapp 250 Kommentare zu Beiträgen in diesem Tagebuch auf die Seite – und alles nur solch Schwachsinn mit obszönen Begriffen und einem Link zu einer bei AOL gehosteten Seite mit einem Sex-Chat. Sie versuchen so viele Links wie nur möglich auf ihre Seiten zeigen zu lassen, damit sie im Ranking in den Suchmaschinen nach oben rutschen.

Mit Mirkos Hilfe hab ich erstmal auf die Schnelle die Kommentarfunktion abgeschaltet. Ist aber auch keine dauerhafte Lösung. Nun gut – heute habe ich keinen Bock mehr, etwas im Internet zu machen. Schaun wir erstmal, ob die Maßnahme kurzfristig geholfen hat.

Muî man unbedingt Recht behalten ?

Muî man unbedingt Recht behalten ?

Die Arbeit kreiste mich wieder ganztägig ein. Was soll man machen ? Die vielen tausend Problemchen der Firmenangehörigen – und dann gibt es immer welche, die wollen in jedem Fall alles besser wissen – unbedingt Recht haben ! Früher hätte mich das innerlich in Aufregung versetzt und ich wäre Sturm gelaufen – aus der Überzeugung heraus, daß ich im Recht bin. Ich habe festgestellt, daß in der Masse der Fälle der Energieeinsatz (Nerveneinsatz) dabei in keinem Verhältnis zum erreichbaren Erfolg stehtsich einfach nicht lohnt. Früher oder später fallen solche Leute auf die Gusche, kommen angekrochen und wollen wieder etwas. Nun obliegt es jedem selbst, ob er sich ausnutzen läßt oder anderweitig darauf reagiert – es gibt ja da die unterschiedlichsten Methoden !

Und mal ehrlich : Gibt es einen Grund, nach dem Schlag auf die eine Wange, auch noch die andere hinzuhalten ? Sieht das jemand anders ?

Analogien aus der Natur

Analogien aus der Natur

Es ist fast vollbracht – am Horizont des Alltäglichen ist ein Ende der aufgetürmten, liegengebliebenen Aufgaben der letzten 4 Wochen zu sehen. Und alles begann mit dem Urlaub – die Welle des Unerledigten entwickelte sich zum Tsunami. Es war auch der charakteristische Rückgang des Wassers vor der Katastrophe – hier des Stresses – feststellbar. Wir kamen wieder nach Hause – ich ging wieder in mein Büro : Die Flutwelle des Tsunamis schwappte mit Macht über mich herein – die angestaute Arbeit in der Firma und die liegengebliebenen Aufgaben zu Hause.

Nun glättet sich aber das Meer der Aufgaben langsam – aber stetig (so hoffe ich). Mein neuer Mail-Cluster funktioniert – hat alle Tests bis zum heutigen Tag bestanden und könnte in Betrieb gehen. Alle meine privaten Mails sind abgearbeitet und die Infos neben dem zugesanntem Material wurden bei den Funktechnischen eingearbeitet. Der Stapel nichtgelesener Zeitschriften und Broschüren ist von rund 40 Stück auf ganze drei zurück gegangen. Der Nachbar wird sich gewundert haben, daß er in der letzten Woche so viel zum Lesen bekam !

Und ich kam heute sogar ganz entspannt mal wieder zu meinem Waldlauf ! Ach ja – das Leben kann so schön sein ! Und besonders freue ich mich schon ganz doll auf die Adventszeitweil da nämlich die Weihnachtsmärkte offen sind und ich endlich wieder über einen (nach Jahren der Abstinenz) spazieren möchte.

Ich kann es kaum erwartenAdvent könnte es ruhig schneller werden !!!

Erziehung aus dem Fernseher

Erziehung aus dem Fernseher

Endlich ist es so weit ! Das Fernsehen (und hier im Konkretem RTL) wird die Sendung bringen, auf die der Fernsehzuschauer schon sehnsuchtsvoll wartet : das Erziehungslager nach us-amerikanischem Vorbildläuft dort mit sehr hohen Einschaltquoten durch den normalen US-Amerikaner bereits einige Zeit ! Wer von den auf der Straße herumlungernden oder anderweitig auffälligen Jugendlichen dorthin kommt, gerät nicht etwa in pädagogisch geschulte Erzieherhände. Neiner wird sich mit herumbrüllenden, den absoluten Gehorsam fordernden Prügel-Aufsehern einlassen müssen, die eines perfekt beherrschen : den Drill um Menschen gefügig zu machen.

…und alles live und in Farbe … und die Meute sitzt johlend mit heraushängender Zunge hechelnd vor dem Fernseher und sorgt durch ihre steigende Anzahl für kräftigen Geldsegen in der Kasse des Fernsehsenders !

Aber was soll´s : Das ist normales bundesdeutsches Niveau der Gegenwart !