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Monat: Oktober 2006

Urlaub in einer anderen Welt

Urlaub in einer anderen Welt

"Weltanschauung kommt von 'Welt anschauen'" – irgend jemand sagte vor über 20 Jahren diesen einfachen Satz zu mir. Ich versuchte, Zeit meines Lebens während meiner Auslandsaufenthalte danach zu handeln – hinter das Offizielle zu schauen – zu DDR-Zeiten in der damaligen SU genauso wie in den kaum zugänglichen Bergen anderer Teile dieser Welt – zu Zeiten des zusammemgewürfelten Deutschlands als Tourist in Afrika !

Darum heute mal nichts zu den Lachnummern deutscher Soldaten vor der Küste des Libanons oder zu dem Auftreten von Vertretern der deutschen Wehr mit verringertem Verstand (aber ganz im Zeichen : Hier kommen wir !) in den Bergen Afghanistans.

Nein – hier ganz einfach nur Afrika und der Urlaub eines erlebnishungrigen Europäers dort.

Ich traf dort alles : Luxus pur in der Einsamkeit der Wildnis – hier der Blick von unserer Suite mitten im Safaripark (Tsavo National Park West) auf eine Wasserstelle – wer nachts erlebt hat, wie der Dschungel für rund 30 Sekunden den Atem anhält, wenn der Löwe nur 100 m von dir entfernt einen Brüller tut (nichtmal die Grillen waren in diesen Sekunden danach zu hören) – wer den Kontakt zur Natur erleben durfte (zwar hinter einer PKW-Karosserie – als nichtwirklicher Schutz gedacht – jeder ausgewachsene Elefant hätte uns von der Straße gekullert oder platt gemacht) – wer die Gegensätze dieses Kontinents gesehen und in sich aufgenommen hat – sich Gedanken über sie gemacht hat (über die grenzenlose Armut und den Hunger neben den von Wachdiensten abgeschirmten Villen hinter Elektrozäunen und Mauern mit einbetonierten Glasscherben auf den Zinnen) und nicht begriffen hat, warum das so und nicht anders ist : Joop – der lese – Bitteschön – endlich mal das "Kapital".

Ich machte mir meine Gedanken und wurde in der Masse meiner Ansichten durch die Realität bestätigt – habe in der Schule wohl doch aufgepaßt !!!!

Zurück zur dortigen Natur (und meiner Begegnung mit ihr) : Ich kann sie jetzt beide besser verstehen – die Thea mit ihrer Bewunderung für das grenzenlose Australien mit seinen vielen Einmaligkeiten und den Hartmuth mit seiner Liebe zu gerade diesem Kontinent : Afrika

PS : … und wer es noch nicht gemerkt haben sollte : Ich bin wieder da und komme wohl jetzt wieder öfter

Freier Tag

Freier Tag

Da haben wir nun heute einen freien Tag – einige der Politiker dieses Landes wollen mir heute im Radio (und dann wahrscheinlich auch in den Fernsehnachrichten – wenn denn der Abend heran ist ) einreden, daß es doch ein Feiertag wäre. Ich halte es da aber mit den mehr als 2/3 aller Deutschen in dieser Republik, die in diesem Tag keinen Grund zum Feiern sehen. Das da unsere Frau Merkel eine andere Meinung hat – wen wundert es ernsthaft ? Bezeichnenderweise gehört sie also auch bei dieser Sache zur Minderheit in diesem Land !

Familie Günther hat den trockenen Vormittag dieses arbeitsfreien Tages dazu genutzt, um alle Blumenkästen und Freiflächen auf den Winter vorzubereiten. Der Schnee kann kommen ! Heute nachmittag – wenn es nicht regnet – werden wir den Mischwald um den Rangsdorfer See begutachten und dann ist der Tag auch schon gelaufen und der normale Wochenablauf wird fortgesetzt – die Arbeitswoche hat uns wieder !

Oktobergeschichten

Oktobergeschichten

Der erste Oktober wie ich es erwartet habe : Es regnet ! Paßt zu meiner Stimmung. Mir geht es ein klein wenig besser – Unkraut (und noch dazu mecklenburgisches ) vergeht nicht ! Mit meinem letzten Platz gestern bei den Männern kann ich leben – macht keinen Spaß, wenn dich der Husten ständig reizt und der Kopf schmerzt ! Als wir wieder zu Hause waren, ging im MDR gerade ein Fernsehfilm aus dem Jahre 1977 an : "Der rasende Roland" – so schön zum geistig Abschalten. Bei einem Gläschen Wein glaubte man den verflogenen Charm der 70-er zu riechen !

Nun aber wieder zur Gegenwart und was der 100-jährige Kalender dazu sagt :

Nicht gerade schön, aber auch nicht häßlich, wird der Oktober. Der Tag beginnt freundlich, doch dann schneit oder regnet es doch. Ist es dann trocken, geht ein scharfer Wind. Die letzten Tage im Oktober zeigen, daß der Winter naht.

Bauernregel : Wenn die Katzen sich putzen, gibt es gutes Wetter.

Na gut – ab der Monatsmitte soll mich das Wetter hier nicht weiter stören : In Kenia scheint bestimmt tagsüber die Sonne !und nachts zirpen die Grillen

Heute nach dem Chinesen noch etwas am Nachmittag dösen – mit diesem Essen klingt der Geburtstagsmonat September in der Familie hier in Blankenfelde aus. Es kommen die ruhigeren Tage – so hoffe ich !