Rechenstäbe - Zum Vergrößern anklicken Napiers Rechenstäbe von 1617

In dieser Zeit gab es viele Gelehrte, die sich mit dem Problem der Konstruktion von mechanischen Rechenmaschinen auseinander setzten. Einer war der Schotte John Napier. Er betätigte sich wie damals alle Denker gleich auf mehreren Gebieten. Im Jahre 1617 stellte er seine Rechenstäbe vor, mit deren Hilfe die Multiplikation von Zahlen auf mechanischem Wege ermöglicht wurde. Sie bestanden aus einem Satz unterteilter Stäbe, die man so anordnen konnte, daß die Lösung einer Multiplikationsaufgabe durch Addieren der Zahlen in horizontal benachbarten Abschnitten gefunden werden konnte.

Diese Rechenstäbe wurden schon nach wenigen Jahren durch eine Erfindung wieder verdrängt, deren mathematische Grundlage Napier selbst gelegt hatte - durch den Rechenschieber, den meine Generation noch selbst benutzen gelernt hat. Die Grundlage, die Napier für die Entwicklung selbigen gelegt hatte, war seine 1614 veröffentlichte Entdeckung der Logarithmen, die bis in unsere heutige Zeit in mathematischen Tabellenwerken genutzt werden.

(Ein Logarithmus ist der Exponent einer Grundzahl oder auch "Basis" genannt und gibt an, zu welcher Potenz die "Basis" erhoben werden muß, damit als Ergebnis eine bestimmte andere Zahl herauskommt. So ist 100 beispielsweise 102 und 23 ist 101,36173 . Napier fand ebenfalls heraus, daß die Summe des Logarithmus von a und b gleich dem Logarithmus des Produktes von a und b ist. Dadurch ließ sich die kompliziertere Multiplikation auf einfache Addition reduzieren.)

Die Entwicklung der Technik machte aber nun auch endlich "Rechenmaschinen" möglich.

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